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Philosophische Predigt – Dipl.-Ing. Sylke Busenbender

03. Juli // 18.30 19.30

Liebe – (k)ein Gefühl

Wenn das ein Gott der Liebe sein soll, dann kann er mir wirklich gestohlen bleiben! Falls es ihn wirklich gibt! Das mit Jesus geht ja noch, aber man muss bloß mal das Alte Testament aufschlagen, das geht überhaupt nicht! Oder: Gott ist Liebe, und im Namen der Liebe nimmt er jeden Menschen so an, wie er ist. Wirklich?

Im Namen der Liebe ist heute vieles denkbar, möglich und wird praktiziert. Liebe ist einer der schwammigsten und diffusesten Begriffe, die unsere Sprache zu bieten hat, trotzdem glaubt jeder zu wissen, was sich dahinter verbirgt. 

Im Namen der Liebe entsteht sehr viel Leid, Jesu Leben, Leiden und Tod ist dafür ein anschauliches Beispiel. Und dazu hat Jesus uns eingeladen: Liebt einander! So, wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben! Und das soll Spaß machen?

Es lohnt sich, die Bibel daraufhin zu durchforsten, was genau die Liebe Gottes ist. Ist sie so etwas, wie wir es bei einer Hundemutter sehen können, die liebevoll einen Wurf Welpen umhegt? Ist sie die Vertrautheit zweier alter Freunde, die sich lange nicht gesehen haben und immer noch über die alten Witze miteinander lachen können? Ist sie eine verzehrende Leidenschaft, „stark wie der Tod, … gewaltige Flammen“? Oder ist sie, wie Papst emeritus Benedikt XVI. gesagt hat, „der Hauptweg der Soziallehre der Kirche“?

Was wäre, wenn es möglich wäre, dass wir, die heutigen Menschen, zu wahren Liebenden werden könnten? 

Sylke Busenbender ist keine Philosophin, sondern Ingenieurin. Nach einem Aufbaustudium in Betriebswirtschaftslehre arbeitete sie seit 1993 als Geschäftsführerin und Beraterin in verschiedenen Unternehmen. Seit 2019 hat sie Helfen zu ihrem Beruf gemacht und ist Vorstand des deutschsprachigen Zweigs der christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse – die barmherzigen Samariter. Und weil dem Ingenieur nix zu „schwör“ ist, hat sie nebenberuflich evangelische Theologie studiert. Sie stellt sich und anderen die Frage, was es in der heutigen Zeit bedeutet, in der Nachfolge Jesu zu leben. Sie ist fest überzeugt, dass Nachfolge Jesu nach wie vor von ungebrochener Strahlkraft ist und möchte jenseits aller Strukturdebatten in der Kirche, evangelischen Grabenkämpfe und kirchlichen Diskussionen über dies und das herausfinden, ob es praktisch möglich ist, so zu lieben wie es Jesus vorgelebt hat.  

St. Canisius (Kirche)

Witzlebenstr. 30
14057 Berlin,
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