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Philosophische Predigt – Fabian Retschke

04. Oktober 2020 // 18.00 19.00

Fabian Retschke SJ

Fabian Retschke SJ: Die „messianische Stillstellung des Geschehens“. Über Walter Benjamins Begriff der Geschichte.

Der junge Jesuit möchte in seiner Philosophischen Predigt im Oktober dem Berliner Philosophen, Übersetzer und Kulturkritiker Walter Benjamin nachgehen. Ein Bereich des Philosophen aus dem Dunstkreis der sog. Frankfurter Schule sind seine Beiträge zur Geschichtsphilosophie mit überraschenden Anklängen an die Theologie. Wegen seiner Freundschaft mit dem derzeit wieder aktuellen Theodor Adorno wird er zum Kreis der sog. Frankfurter Schule gerechnet.

Fabian Retschke, geboren 1993 in Dresden, hat als Priesterkandidat in Freiburg und Frankfurt St. Georgen Theologie studiert und mit dem Magister abgeschlossen. 2017 ist er in den Jesuitenorden eingetreten. Seit September 2019 arbeitet er in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit am Canisius-Kolleg in Berlin.

Walter Benjamins marxistische Schriften enthalten auch theologische Motive, besonders bezüglich eines jüdischen Messianismus. Das betrifft besonders seine Konzeption einer „Dialektik im Stillstand“. Damit setzte sich Benjamin von der offiziellen Version der Dialektik als universaler Vermittlung ab: Aus den Details der sich im Fluss befindlichen Geschichte lasse sich eine Physiognomie der Wahrheit entnehmen.

Paul Klee - Angelus Novus - 1920 - Bild: public domain
Paul Klee – Angelus Novus – 1920 – Bild: public domain

St. Canisius (Kirche)

Witzlebenstr. 30
14057 Berlin,
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